position

(Deutsche Version weiter unten)

Evolution has made our mind perfect in recognizing patterns and seeing trends, regularities, pictures and stories in our chaotic environment. This process never ends.
Often we are going too far beyond objectiv facts und see shapes in the clouds or in other random processes. For me this is a fascinating aspect of visual arts.
As an observer we see figures and read stories in areas, lines ond points. The seemingly opposite of representation and abstraction in reality seems to be very small for me.  The difference is only gradual – it depends on how strongly our mind is beeing directed in the  search of some content or how open this process is. Abstract is any picture, far away from reality, that we are only able to construct as an inner picture with the help of our eyes and ears.
Therefore my pictures sometimes are showing more of the „figurative“ side, indicating directly people or landscapes, sometimes they are showing more of the „non-figurative“ side, letting different viewers see different content. Art, that tries to minimate the viewers search for pictures, only concentrating on the presumed „pure“ effect of colours and shapes, is not what I´m striving for.
Neither I`m trying to create a copy of reality and put the viewer in leading strings. My favourite technique is printmaking. There are several reasons for this:
Producing a  printing plate and pulling a print needs some intermediate steps between the first conception und final product. This is giving room for clearing, reduction, refinement and is helping to prevent the danger of  mannerism and and seemingly skillful effect. At the same time the process of printmaking opens  room for chance, because the multiple factors, that influence the cutting, scratching, inking, printing can never be totally controlled.

It is not important for me, that all my prints can be recognized on first sight as my work. That might be important, if you have to establish yourself as a brand on art market.
For me it´s more exciting to search for the possibilities, that different techniques and themes are offering to me. In the end it´s crucial, if the picture, when it´s ready, has to say more than I  myself knew before.

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Die Evolution hat unseren Geist darin perfektioniert, Muster zu erkennen und  im Chaos unserer Umwelt Entwicklungen, Regelmäßigkeiten, Bilder und Geschichten zu sehen.
Dieser Prozess ist unser ständiger Begleiter.
Oft schießen wir dabei über das sachlich Nützliche hinaus und sehen Gestalten in Wolkenformen und anderen Zufallsprozessen. Dieser Vorgang ist für mich eine faszinierende Seite der Bildenden Kunst: Als Betrachter erkennen wir in Flächen, Linien und  Punkten Gestalten und lesen in ihnen  Geschichten.
Der scheinbare Gegensatz zwischen gegenständlich und ungegenständlich erscheint mir daher in Wirklichkeit sehr gering. Der Unterschied ist nur graduell – er hängt davon ab,  wie stark unser Geist bei der Suche nach Inhalt gelenkt oder wie offen dieser Prozess ist. Abstrakt ist für mich jedes Bild, weit entfernt von der Realität, die wir auch mit unseren Augen und Ohren nur als inneres Bild konstruieren können.
Daher zeigen meine Bilder einmal mehr die “gegenständliche” Seite, weisen direkt auf Menschen oder Landschaften hin, mal zeigen die Bilder mehr die “ungegenständliche” Seite und lassen für verschiedene Beobachter sehr unterschiedliche Inhalte aufleuchten. Kunst, die versucht, diese Bildersuche des Betrachters zu minimieren, sich nur auf  die vermeintlich “reine” Wirkung der Farben und Formen zu konzentrieren, ist nicht
mein Anliegen. Genauso wenig übrigens wie der Versuch, ein möglichst genaues Abbild zu schaffen und so den Betrachter ans Gängelband zu nehmen.
Meine liebste Technik ist die Druckgrafik. Das hat mehrere Gründe:
Der Vorgang der Herstellung der Druckplatte und des Druckens verlangt Zwischenschritte zwischen der ersten Idee und dem fertigen Produkt. Dies schafft Raum für Klärungen, Vereinfachungen oder Verfeinerungen und verringert die Gefahr manieristischen Gehabes und der scheinbar gekonnten Effekthascherei. Zugleich öffnet der Prozess auch Platz für den Zufall, denn die vielen Einflusse aufs Schneiden, Ritzen, Ätzen, Einwalzen, Drucken sind nie vollständig kontrollierbar. Mich interessiert nicht, ob alle meine Bilder auf den ersten Blick als typisch von mir zu erkennen sind. Das mag wichtig sein, wenn man sich als Künstler auf dem Kunstmarkt als Marke etablieren muss, aber für mich ist die Suche spannender, welche Möglichkeiten verschiedene Techniken und Themen bieten. Entscheidend bleibt für mich, ob mir das fertige Bild mehr zu sagen hat, als ich vorher selber wusste.